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Herstellung

Berechne deine Selbstkosten, Stück für Stück

Deine Selbstkosten sind alles, was dich ein Stück kostet, bevor du den ersten Euro verdienst: das Material mit seinen Verlusten, deine Zeit zu ihren echten Kosten und deine verteilten Fixkosten. Unter diesem Preis zahlst du dafür, dass du arbeitest.

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Die Formel

Echte Stundenkosten = deine Stundenkosten (Lohn + Abgaben) + Fixkosten des Monats ÷ produktive Stunden des Monats
Selbstkosten pro Stück = (Material × (1 + Verluste) + Minuten ÷ 60 × echte Stundenkosten) ÷ Anzahl Stück
Mindestpreis = Selbstkosten ÷ (1 − Risiken − Gebühren)
Empfohlener Preis netto = Selbstkosten ÷ (1 − gewünschte Marge auf den Verkaufspreis)

Rechenbeispiel

Backcharge mit 20 Broten (vereinfachtes Beispiel). Mehl 6 kg, inkl. 3 % Verlust = 4,57 € netto. Zeit 90 min zu 29,50 €/h inkl. Abgaben = 44,25 €. Kosten: 48,82 € netto, also 2,44 € netto pro Brot. Mit 35 % Marge: 3,76 € netto. Hier macht das Mehl weniger als 10 % der Kosten aus: Die Zeit macht den Preis.

Die Fehler, die Geld kosten

  1. Die eigene Zeit nicht rechnen, oder sie ohne Abgaben rechnen.
  2. Material ohne Verluste rechnen (Verschnitt, Fehlproduktion, unverkaufte Ware aus der Produktion).
  3. Die zwei Margen verwechseln: Kosten × 1,35 ergibt 35 % Marge auf die Kosten, aber nur 25,9 % vom Verkaufspreis. Um 35 % vom Verkaufspreis zu behalten (die Handelsspanne), teile die Kosten durch 0,65.

Gehört die MwSt. zu den Selbstkosten?

Wenn du sie bei deinen Einkäufen zurückbekommst, nein: Rechne dein Material ohne MwSt. Sonst (zum Beispiel mit Kleinunternehmerregelung) ist sie ein Kostenfaktor: Rechne brutto. Dein Steuerberater sagt dir, was für dich gilt.

Dein Fall sieht anders aus als das Beispiel? Mach die vollständige Berechnung mit deinen eigenen Zahlen: kostenlos und ohne Anmeldung.

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